„Globalisierung, Nachhaltigkeit, Zukunft – Herausforderungen für den Immobiliensektor“ lautete das gleichermaßen interessante wie diskussionsanregende Motto des Abends. Wie können wir den nachfolgenden Generationen einen intakten Globus überlassen? Ist Wohlstand für zehn Milliarden Menschen überhaupt denkbar und welche Herausforderungen ergeben sich zukünftig für den Immobiliensektor? Franz Josef Radermacher, Professor für Informatik an der Universität Ulm und Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung sowie Mitglied des Club of Rome, erklärte den Besuchern eindrücklich, dass ein Umdenken für eine gesicherte Zukunft des Planeten zwar unbedingt notwendig ist, wir alle jedoch auch in kleinen Schritten einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können. Wenn viele kleine Leute viele kleine Dinge tun, verändert das die Welt - Radermacher bringt diese afrikanische Weisheit in 30 Anregungen auf den Punkt.
Er misst als denkbare Lösungsansätze vor allem Themen wie Technik, Design und neuen Materialien eine besondere Bedeutung bei. Aber auch die Gestaltung der politisch-gesellschaftlichen Strukturen einer künftigen globalen Weltordnung spielt in Radermachers Überlegungen eine wesentliche Rolle. Gelingt es uns nicht, eine globale öko-soziale Marktstruktur zu schaffen, drohen nach Radermachers Auffassung unkontrollierbare Gefahren bis hin zu Bürgerkrieg und Terror. Schlimmstenfalls wären sogar ein weltweiter ökologischer Kollaps oder eine Brasilianisierung, also eine relative Verarmung von 95 Prozent der Bevölkerung auch in reichen Ländern, denkbar. Auch in der Immobilienwirtschaft werden seit Jahren Überlegungen gemacht, wie man dieses Szenario verhindern kann. Denkbare und vor allem umsetzbare Lösungsansätze sind beispielsweise die Verringerung des CO2-Ausstosses sowie ein umweltschonender Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen.
Moderatorin Dorothee von Bose führte durch den Abend und hakte QUER und LÄNGS nach. Bei einem Glas Wein wurde lange angeregt weiter diskutiert, ob und inwieweit beispielsweise die lokale Subventionierung von energiesparenden Häusern, die Einführung des Energieausweises oder die neue Energieeinsparverordnung für Gebäude realistische Ansätze für eine globale Lösung sind.
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Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und weitere interessante Gespräche, wenn es wieder heißt: QUER+LÄNGS.
Ihre Südhausbau.