Chimären
Die unter dem Titel CHIMÄREN versammelten Arbeiten von Matias Becker, Marcel Dzama, Kent Henricksen, Jon Pylypchuk und Fumie Sasabuchi scheinen direkt einem Fiebertraum entsprungen. Der aus der griechischen Mythologie stammende Begriff Chimäre, der ursprünglich ein dreiköpfiges feuerspeiendes Monster bezeichnete, bedeutet heute auch Trugbild, Hirngespinst und den Versuch, das Unmögliche zu beschreiben. Die gezeigten Gemälde, Skulpturen und Papierarbeiten umkreisen die Ängste, Bedrohungen, psychische Spannungen und Unterdrückungsmechanismen sowie das latente Gewaltpotential unserer Zeit. Die Bildinhalte sind nicht auf den ersten Blick zu erschließen. Sie spiegeln eine subjektive, medial geprägte, von verdrängten Emotionen dominierte Sicht der Welt, eine Sicht, die auf analytische Distanz verzichtet und keinerlei Anspruch erhebt, eine Utopie oder die Vision einer besseren Welt zu entwerfen. Verdrängtes oder Verleugnetes wird sichtbar und offenbart die ambivalente Betrachtungsweise einer jungen Künstlergeneration.